Moien Lieber Besucher!
LINUX DEBIAN ist seit vielen Jahren mein Lieblings-Betriebssystem und ich muß immer innerlich grinsen, wenn andere mir von einem bekannten Betriebssystem ihre Virus- und Trojaner Probleme erzählen. Dabei gibt es Alternativen die sogar kostenlos sind.
Nach jahrelangem Ärgernis mit diesem anderen Betriebssystem und deren proprietären Produkten hatte ich die Schnauze voll und habe mich endgültig von "Winzigweich für Fenster" verabschiedet! Darum hier der Versuch einer kurzen Zusammenfassung über LINUX aus dem Forum.
Ja es geht auch ohne Windows - wie z.B. KUBUNTU 12.04 LTS und MINT 13 KDE oder LMDE für die LINUX Profis - welche weit weniger anfällig gegen Malware sind. Ich kenne keinen Grund warum Computer zunächst unsicher entwickelt und dann vom Anwender für Geld abgesichert werden müssen! Virenscannern und Firewalls sind Flickwerkzeug für Mängel an Windows, die es so bei LINUX nicht gibt. Kein Händler wird euch LINUX empfehlen da es kostenlos ist!
Die Auswahl an guten und kostenlosen Programmen ist riesig: Office-Programme, professionelle Bildbearbeitung, Fotobuch, HD-Filmschnitt, Musik, Internet, Handy syncen, Chaten, Spiele, Tools uvm. Die Systemaktualisierung geschieht automatisch und per Software Center könnt ihr hintereinander Software installieren oder deinstallieren. Und ist mal ein spezielles Programm nicht dabei, starte ich meine Virtuelle Maschine (VM) mit einem Windows-System (derzeit nur zum Testen meiner Seiten mit dem I.E. ;-).
LINUX ist anders! Manches ist nicht so leicht einzurichten - z.B. ein Handy syncen - dafür kann ich dann aber fast jedes Handy mit einem Klick sicher ohne fremden Online-Dienst syncen. Es gibt keine digitale Rechteminderungen (DRM) und ist Open-Source-Software (OSS). Daher kann jeder in den Code einsehen und Schadcode sofort erkennen und Dank Debian kommen die Pakete aus sicheren Quellen. LINUX ist kostenlos, sehr stabil und enthält keine nutzlose Software die den Systemstart verzögern oder störende Meldungen wie "bitte kaufen" oder "jetzt registrieren". Druckertreiber auf CD's gibt es nicht (OK, es gibt Ausnahmen ;-), da diese im Kernel von LINUX enthalten sind, also Drucker anschließen und drucken.
Die von LINUX unterstützte Hardware wird immer mehr und nicht unterstützte Hardware liegt nicht an LINUX sondern leider an deren Herstellern. So kann es bei neuer Hardware zu Problemen kommen, Tip: Testet euren PC, Drucker, Webcam, WLAN und so weiter erst mit einer LINUX-LIVE-CD (DVD) bevor ihr mit dieser CD dann LINUX installiert.
Folgende Punkte solltet ihr für einen erfolgreichen Start mit LINUX wissen:
- Mit LINUX ist eigentlich der Betriebssystemkern (Kernel) gemeint und wurde von Linus Torvalds entwickelt. Mit dem Kernel allein ist noch kein produktives Arbeiten am Rechner möglich. Das reine Linux hat also noch keine Programme und grafische Oberfläche.
- Daher gibt es für jeden Geschmack viele Oberflächen (Desktop), z.B. KDE, Xfce oder GNOME.
- Die Programme (Pakete genannt) kommen bei KUBUNTU und MINT von Ubuntu selber oder Debian. Bei LMDE sind alle Pakete ausschließlich von Debian, daher nennt man diese auch Debian-Systeme. Debian enthält eine große Auswahl an freien Softwarepakete.
- Punkt 1-3 ist alles in KUBUNTU (das K vor dem UBUNTU steht für KDE), MINT oder LMDE enthalten.
- Windows Programme und Treiber, ob von einer CD oder aus dem www (z.B. Handy & Drucker), könnt ihr vergessen. Dafür gibt es bei LINUX einen sicheren Software Center oder ihr installiert ein Drittprogramm (Paketformat *.deb). Aber Achtung: Für Drittprogramme trifft das gleiche Risiko wie mit den Fremdquellen zu!
- KUBUNTU 12.04 LTS und MINT 13 wird 5 Jahre, also bis April 2017, mit Updates versorgt. LTS (Long Term Support) Versionen erscheinen alle 2 Jahre und ein Update auf 14.04 LTS ist dann möglich aber nicht notwendig. Dieses Thema ist aber zu groß für hier und passt besser ins Forum.
- LINUX ist dank LibreOffice weitgehendst mit Windows-Office kompatibel. Excel, Word, Powerpoint und sogar PDF's bearbeiten sollte kein Problem sein.
- Dateien oder Ordner die mit einem Punkt anfangen sind verborgen, also versteckt!
Oops, auch ein Dokument mit dem Namen "...und wieder ist es so weit.doc" ist dann versteckt ;-) - Im Gegensatz zu Windows unterscheidet LINUX Groß- und Kleinschreibung!
("meinBild.jpg", "meinbild.jpg" und "meinBild.JPG" ist alles möglich) - Wozu Laufwerksbuchstaben? Unter LINUX gibt es keine, dafür z.B. einfach "/" oder "/home".
-> "USB Flash Disk: Jo" = mein USB-Stick.
-> "/" = genannt "root", hier werden die LINUX Pakete installiert und sind per root-Passwort geschützt.
-> "/home" = euer Home-Verzeichnis, hier liegen eure Dateien und Einstellungen (z.B. ".mozilla"),
und wenn ihr ein Backup von "/home" macht, sind alle eure Dateien und Einstellungen gesichert.
Tip: Idealerweise legt ihr /home auf einer eigenen verschlüsselten Partition an. - Das Festplatten defragmentieren ist unnötig, da unter LINUX verwendete Dateisysteme der Fragmentierung zumeist vorbeugen, auch wenn das neue Btrfs-Dateisystem eine online-Defragmentierung mit an Bord hat. Ich benutze als Dateisystem ext4 und habe das noch nie gbraucht. Wer eine SSD-Festplatte benutzt sollte wissen das eine Defragmentierung aufgrund der geringen Lesezugriffszeiten nicht nötig ist und sogar von vielen SSD Herstellern abgeraten wird.
- Wer länger mit Linux arbeitet kommt zwangsläufig nicht an das Terminal vorbei. Es schaut fast wie DOS aus - ist es aber nicht! Manche Anfänger oder Umsteiger erschreckt es das Terminal zu benutzen, um Befehle dort einzugeben. Aber nach ein wenig Einarbeitung ist es einfach genial!
Bleibt noch eine wichtige Frage: Warum ist LINUX so sicher?
- Oft wird gesagt, LINUX sei sicherer als Windows weil es nicht so verbreitet ist. Ja, das ist so - aber nicht nur deswegen!
- LINUX ist Open-Source und deshalb kann jeder in den Code einsehen und Schadcode sofort erkennen. Bei proprietärer Software ist es unmöglich Schadcode so einfach zu erkennen.
- Die Software kommt nur von sicheren Linux-Quellen (z.B. Debian) und ist daher die beste Art ein Paket per Paketverwaltung oder Softwareverwaltung zu installieren/deinstallieren. Siehe dazu auch Softwareverwaltung KDE.
Aber auch bei LINUX ist das Problem oft zwischen Bildschirm und dem Stuhl davor. Eine sorglose Installation von Software aus unbekannten Quellen bricht jedes Sicherheitskonzept das Genick! Siehe dazu auch den Link Fremdquellen.
Dann helfen keine Personal Firewalls oder Virenscanner. Es wäre ein leichtes ein Programm per Social-Engineering (ausnutzen menschlicher Schwächen für Angriffe übers Internet) zu verteilen. Dabei wäre das Betriebssystem völlig egal. Ob Win7, Mac OS X oder eben LINUX. Egal, wird ein Programm vom Anwender ausgeführt, dann kann das Programm alles machen, was was mit den Rechten des ausführenden Benutzers möglich ist.
Viel Spaß beim durchstöbern meiner Seite!